Sonntag, der 27.11.
Mitten in der Nacht ging es los, wir machten uns fertig, packten die letzten Sachen in den Wagen und namen schließlich Levi aus seinem Bettchen um ihn möglichst flott in seinen Kindersitz zu verstauen, damit er schnell wieder einschläft. Das hat auch soweit gut funktioniert und wir kamen auch wie erwartet flott und ohne Behinderung zum Düsseldorfer Flughafen durch. Dort gaben wir das Gepäck auf, warteten unsere Zeit im Boarding-Bereich ab und konnten dann nach den üblichen knapp 2h endlich in den Flieger.


Montag, der 28.11.
Zu unsere Überraschung begann dieser Tag (und eigentlich alle im Urlaub!) mit sowas ähnlichem wie Ausschlafen. Hier sollte Levi nämlich morgens deutlich länger schlafen als zuhause. Statt 6 Uhr wurd eer regelmäßig erst gegen 8 wach... sehr angenehm. Dann ging es auch gleich zum Frühstück. Morgens konnten wir draussen im Innenhof frühstücken, das war sehr schön. So gingen wir reihum und besorgten uns etwas zu essen, auch hier gab das Büffet so ziemlich alles her, was man sich wünscht. Nur die Brötchen.... naja. Also besser beim Brot bleiben. Heute sollte es erst einmal einen Entspannungstag geben.
Wir schauten uns mit Levi das "Kinderparadies" an. Das ist wirklich super gemacht. Groß wie eine kleine KiTa, mit mehreren BetreuerInnen, die (fast) alle deutsch sprechen und zudem ein kompletten Rahmenprogramm für die Kleinen ab 3. Dazu diverse Spielgeräte und ein riesiges Indoor-Klettergerät. Wir erfuhren auch, dass es jeden Abend um 20 Uhr eine Kinderdisco gibt... das sollte sich der tanzbegeisterte Levi doch später auch einmal ansehen. :-) Nach der Kinderbelustigung war es auch schon Zeit für den Mittagsschlaf, danach ging es wieder zu Fuß in die nähere Umgebung los. Gab es doch noch genug Einkaufszentren im Umfeld des Hotels. ;-) Zudem schauten wir uns mal nach Mietwagen um, die lokal gefundenen verleiher entsprachen mit ihren Preisvorstellungen allerdings nicht so ganz den unseren. Rund 45€/Tag für einen Kompaktwagen (kleiner sollte der nicht sein, schließlich sollen ja 4 Erwachsene + Levi im Kindersitz hinein passen) empfanden wir doch etwas zu teuer. Im Netz fand ich dann einen günstigeren Anbieter und orderte einen Wagen für den nächsten morgen zum Hotel. Komisch war nur, dass es für diese Online-Buchung keinerlei Bestätigung gab. Abschicken geklickt, wieder auf der Startseite und nix mehr. Keine Zusammenfassung, keine Mail, nichts. Naja....

Schon war es wieder Zeit für das Abendessen und schließlich gingen wir zur Kinderdisco. Die anfängliche Scheu hat Levi dann auch recht schnell abgelegt und er hatte sichtlich seinen Spaß. Dann folgte das übliche Programm: Kind ins Bett und mit einem feinen Kaltgetränk auf die Terrassse setzen.
Dienstag, 29.11.
Noch vor dem Frühstück ging ich in die Lobby um auf den Mietwagen zu warten.... meine Befürchtung bestätigte sich leider. Die bestellung landete wohl im "Nichts", jedenfalls tauchte kein Mietwagen auf. Also erst einmal frühstücken.


Inzwischen war der Tag auch schon fast wieder vorbei, es folgte der übliche Ablauf: Abendessen, Kinderdisco und gemütlicher Teil auf der Terrasse.
Mittwoch, der 30.11.
Nach dem Aufstehen machte ich dann auch gleich auf den Weg zur Autovermietung, als ich um 5 vor 9 dort ankam war das Büro auch schon besetzt und der rest ging recht schnell. Formalitäten erledigen, Kindersitz schnappen und ab in die Tiefgarage. Der Wagen war schnell gefunden (jeder Stellplatz hat eine genaue Bezeichnung) und ab zum Hotel. Dort stellte sich die Parkplatzsuche als das größte Problem heraus. Direkt am Hotel gab es keine freien Plätze, zum Glück war nur rund 200m entfernt ein großer Parkplatz, auf dem ich weit hinten noch eine Lücke fand. Als ab zum Frühstück und danach machten wir uns alle mit dem Wagen auf in die Berge!
Erst ging es ein Stückchen Autobahn, um dann (eigentlich etwas weit) in die Berge abzubiegen. Recht schnell verließen wir die Ebene und schraubten und verwindungsreif in die Höhe. Bei den vorgefundenen Kurven ud steilheit des Geländes wurde mir schnell klar, dass ich mir sicherlich keine 250er ausleihe, sondern schon ein "gescheites" Mopped. Der Focus hatte mit seinem eher kleinen 1,6l Motor auch genug zu tun, um uns nach oben zu schleppen. Die Temperatur fiel im Laufe der Fahrt auch von 23° auf flauschige 12° in der Hochebene auf gut 2000m. Daher waren unsere Pausen auch eher kurz gehalten.
Am nördlichen Ende des Plateus ging es dann auf dem Weg runter zur Ostküste in die Wolken rein. Die Straßen wurden nass, die Sicht schlechter und die Temperatur fiel auf 8°C. Levi fing an zunehmends an zu quängeln, weil er fast durchgängig in seinem Kindersitz hockte. Auf halber Strecke der Abfahrt war es dann soweit, die endlosen Kurven verlangten ihren tribut und der arme Kleine musste sich übergeben.
Auch Jessica stand es schon bis Oberkante Unterlippe und so schlichen wir nach eine Pause die restlichen km bis ins Tal hinunter. Von dort an ging es die Autobahn an der Ostküste entlang zurück nach Costa Adeje, dort fuhren wir direkt weiter zu einem Strand, welcher etwas abseits der Promenda liegt.
Der erste Kontakt mit dem Meer war wieder frisch, aber wenn man sich erst dran gewöhnt hat geht es. Levi war anfangs doch recht skeptisch und es war ihm doch eher unheimlich mit den Wellen, die für ihn immer überraschend kamen. Nach ein paar Minuten fand er es aber doch ganz lustig. Nach ein paar Minuten versuchte ich es noch einmal mit dem Schwimmring und Meer, das fand er dann ziemlich doof. Also schnell den versuch abgebrochen und zurück zur Decke, kühl genug war es ihm sicherlich inzwischen auch. Während Levi im Sand spielen konnte ging ich erst einmal etwas schwimmen, Dani und Salen waren inzwischen auch im Wasser. Danach und in der Trockenzeit konnte ich gut die Menschen am Starnd beobachten und davon habe ich auch dann gleiche eine kleine Fotoserie gemacht.
Dann war auch schon Zeit, um zurück ins Hotel zu fahren. Da wie übich driekt am Hotel kein freier Parkplatz zu finden war, ließ ich die anderen am Eingang aussteigen und fuhr wieder auf den großen Parkplatz zurück. Dann flott zum Appartment, duschen und weiter zum Abendessen. Der Rest des Abend verief wie üblich: Kinderdisco, Kind ins Bett und Bierchen auf der Terrasse.
Donnerstag, der 01.12.
An diesem Tag sollte ein Besuch des bekannte Loro Parque im Norden der Insel anstehen. Dani und Salen interessierte das weniger und so blieben sie am Hotel zurück. Nach dem Frühstück ging ich schon einmal zum Parkplatz, um den Wagen zu holen. Also ich dort ankam, hatte sich der arkplatz in einen Markt verwandelt... und zwar vollkommen! Das durfte doch nicht wahr sein! Am Abend war der Platz noch recht normal vollgeparkt und nun nichts mehr außer Marktbuden! Nun sah ich auch die Schilder mit dem temporären Parkverbot, die standen dummerwiese nicht direkt bei der zentralen EInfahrt, sondern an jeder einzelnen Querstraße. Da mein Parkplatz direkt in der ersten Reihe war kam mir das leider gar nicht ins Blickfeld. Was für ein Scheiß....

Der Rückweg war dann (wie schon beschrieben) zum Glück über weite Strecken etwas weniger kurvig, daher kamen wir alle wohlbehalten wieder in Costa Adeje an. Wir fuhren dann noch bei Hobby Motor im Nachbarort Playa de Las Américas vorbei, bei dem ich mir für den nächsten Tag ein Mopped ausleihen wollte. Am besten gleich von Abend zu Abend, so zum direkt mitnehmen. :-) Vom Plan, mit einer 250er zufrieden zu sein, habe ich ja schon längst Abstand genommen, somit wollte ich mir eine Reiseenduro der 600er-Klasse gönnen. :-) Auf dem Hof standen neben den üblichen Shoppern und Rollern auch direkt eine recht neue Kawasaki Versys, na die wäre doch genau richtig! Schnell erfuhr ich aber, dass genau diese Maschine am kommenden Tag schon vergeben ist, somit wählte ich dann die Honda Transalp (Modell PD06). Leider werden die Maschinen immer nur für ganze Tage verliehen, somit konnte ich die "Transe" erst am nächsten Morgen abholen. 60€ sollte der Spaß kosten. Aber ich hatte Glück, bei der Reservierung stellte sich heraus, dass noch jemand aus meinem Hotel morgen eine Maschine geliehen hat und er morgens abgeholt wird. Somit war die Frage des Hinkommens auch schon geklärt. Es ging also zurück zum Hotel und dann folgte das normale Programm. Es war Zeit für das Abendessen, dann Levi ins Bett und danach noch ein Austausch mit Dani und Salen bei einem Bierchen. Die beiden hatten noch einmal das große Relax-Programm mit Strand usw. gemacht.
Freitag, der 02.12.
Der Tag meiner Moppedtour war gekommen! Also morgens zum Verleiher, Formalitäten erledigt und ab dafür. Ich fuhr zunächst ein kurzes Stück Autobahn um von den Bettenburg-Orten der Südküste weg zu kommen um dann ins Hinterland abzubiegen. Von dort geht es ja mehr oder minder von allen Seiten der Insel zum Teide-Massiv hoch oder aber auf der Ostseite komplett an der Bergflanke entlang, immer so zwischen 300 und 700m über NN.






Der Abend endete dann wie üblich. Hier noch fix meine verkürzte Tour:
Samstag, der 03.12.
Der Tag begann damit, dass ich zunächst noch flott den Focus zu OrCar zurück bringen musste, am Vorabend fehlte mir dann doch etwas die Lust dazu. Dann ging es zum Frühstück und danach besuchten wir den Markt, der mich 2 Tage zuvor so viel Geld gekostet hatte. Den Rest unseres letzten Tages stand noch einmal Entspannung auf dem Programm. Wir ärgerten uns alle ziemlich, dass wir nur eine Woche gebucht hatten. Linus ging es bei Julia & Ronnie ganz hervorragend und hier klappte auch alles wundebar. Von dem tollen Klima hier im Winter wollen wir mal gar nicht reden, auch wenn die überall präsente Weihnachtsdeko schon anfangs etwas merkwürdig war. In einer Gartenanlage stehen Rentiere, Schlitten und Weihnachtsmann herum, im Bereich der Hotelrezeption ist eine riesige Krippe aufgebuat und man läuft im T-Shirt, Shorts und FlipFlops daran vorbei. Doch, hier hätten wir es länger aushalten können.
So verbrachten wir den letzten Tag nochmal im Kinderparadies und am großen Pool, bevor wir dann später schon einmal mit dem Packen begannen und den Abend dann wie gehabt ausklingen ließen.
Sonntag, der 04.12.
Der Abreisetag war gekommen. Schon gegen 8 Uhr wurden wir vom Hote abgeholt, Dani & Salen hatten noch eine knappe Stunde mehr Zeit. So gingen wir schon um halb 8 zum Frühstück und dort verabschiedeten wir uns dann auch und machten uns auf den Weg zum Busparkplatz vor dem Hotel.
Nach einige Minuten kam dann auch der Bus und der Rest verlief ohne Besonderheiten. Diesesmal hatten wir auf dem Flug die ganze Reihe (also 3 Plätze) für uns und später wurde Levi noch einmal müde, so schlief er auf dem Kabinenboden bevor er quengeln konnte. Also alles sehr entspannt. In Düsseldorf angekommen wurden von regnerischem Schauerwetter und (im Vergleich) tiefen Temperaturen empfangen, also flott alles ins Auto. Wo wir schon einmal hier im Rheinland waren besuchten wir auch gleich noch Bekannte, die nur wenige km vom Airport entfernt wohnen und machten uns dann später am Abend auf den Heimweg.
Was bleibt?
Es war ein schöner Urlaub, alles hat wunderbar geklappt. Die Hotelanlage war super, allerdings sie die Touristenorte im Süden der Insel an sich nicht wirklich schön. Halt durch und durch Retortenorte, die zwar alles bieten, aber denen natürlich der Charme ziemlich abgeht. Die schönen Orte liegen durchweg im Norden der Insel, wo es generell landschaftlich schöner und auch viel grüner ist als hier im braunton-dominierten Süden. Aber wo es grün ist, fällt halt mehr Regen und gerade im Winter ist es im Norden auch schnell mal 5° kühler. Daher war das so schon OK, zumal im Süden halt auch alles auf Familien ausgelegt ist. Macht man so eine Reise eher im Frühling oder Herbst wäre der Norden sicher interessanter, nette Hotels wird es auch dort geben.
Nach Lanzarote haben wir nun also auch Teneriffa besucht. Obwohl so dicht beisammen unterscheiden sich beide Inseln ganz massiv. Das karge, eher flache und von Lava dominierte Lanzarote ist wie eine andere Welt im Vergleich zum hochgebirgigen und landschaftlich sehr variantenreichen Teneriffa. Beide sind auf jeden Fall einen Besuch wert, besonders natürlich als Winterflucht. Mal schauen, wo wir das nächste man in dieser Gegend landen... Gran Canaria kennen wir ja z.B. noch nicht.
Hallo Herr Nachbar , habe mit grossem Interesse deinen launigen Reisebericht gelesen, hat mir sehr gut gefallen, Kompliment. Gruss von oben P.
AntwortenLöschenHei, und ich überlege grad, wie der "indersitz" denn aussehen könnte. finde diesen Vertippet irgendwie schön ;)
AntwortenLöschenLG
Lars
Danke für die Blumen und den Hinweis. Nun ist es ein Kindersitz, wie es gedacht war.
AntwortenLöschenInder haben wir zudem auch keine gesehen....