Dienstag, 14. Juli 2026

Andalusien - 10/2024

Zum dritten Mal ging es in den Herbstferien 2024 zusammen in den Familienurlaub. Nach 2 Jahren in Griechenland (Rhodos und Chalkidiki) sollte es nun in den Süden Spaniens gehen. Wir entscheiden uns für das Hotel Bahia Tropical (wie immer samt Halbpension) am östlichen Rand von Almuñécar in Andalusien. Das liegt rund 70km östlich von Málaga, zum dortigen Airport ging auch unser Flug. Wie immer wollten wir ein Hotel haben, welches nah am Meer liegt und zudem auch Möglichkeiten zum Schnorcheln bietet. Dazu sind Felsen immer hilfreich, ein langer Sandstrand ohne Versteckmöglichkeiten für Fische etc. eher weniger. Genau das war vor der gewählten Unterkunft der Fall. Ein Strand, gesäumt von Felsen an den Seiten.


12.10. (Samstag)

Der Flieger sollte um 17:30 Uhr los gehen, die Landung in Spanien dann um 20:30 Uhr sein. Start der Reise war wieder der Flughafen Dortmund und schon fast "traditionell" trafen wir uns gegen 14:00 Uhr an Mahmud's Diner im Südwesten von Unna und gingen zusammen essen.
Dann ging es zusammen zum Flughafen und ab in den Flieger, der mit etwa 45min Verspätung startete. Nicht super, aber auch nicht tragisch. Nach der Landung fehlte dann aber leider der Koffer von Feline, das war dann weniger toll. An der Meldestelle standen noch diverse andere Menschen, die etwas vermissten, so zog sich die Sache etwas.
Also holte ich zusammen mit Martin schon einmal unsere Mietwagen ab, so dass wir nach der Koffersache schnell startklar sind. Vom Flughafen sind es dann noch einmal gut 1h Fahrt bis zum Hotel und durch die Verzögerung kamen wir dort erst nach Mitternacht an. Wir hatten geräumige Zimmer direkt nebeneinander mit großen Balkonen samt schöner Aussicht mit seitlichem Blick aufs Meer. Nun ging es aber flott ins Bett.


13.10. (Sonntag)

Durch die westliche Lage und gemeinsame Zeitzone wurde es erst so gegen 08:00 Uhr hell, so konnten wir alle zumindest "ungestört" etwas ausschlafen. Danach ging es erst einmal runter zum Frühstück. Unser Hotel war recht groß, so dass wir unten einen entsprechend weitläufigen Restaurantbereich vorfanden. 


Nach dem guten Frühstück schauten wir uns etwas in der Hotelanlage um und gingen danach das erste Mal kurz an den Strand. Da Feline ja ohne Koffer ankam haben wir beim Frühstück schon geschaut, wie es mit Geschäften in der Umgebung aussieht. An einem Sonntag ist es abseits der üblichen Souvenir- und "Touristenbedarf" nicht ganz so leicht, aber im Zentrum von Almuñécar gibt es einen (chinesischen) Laden, nennt sich Zhou Center. Eher im Bereich Ramsch (heute heißt es ja eher "Fast Fashion") angesiedelt, aber dort sollte eine Grundausstattung zu bekommen sein.
Da ich mich im Ort eh einmal umsehen wollte, fuhr ich mit Olga und ihrer Tochter ins Zentrum. Der Laden bot dann in der Tat alles Wesentliche. Als wir zurück waren, ging es wieder an den Strand, nun aber in Badesachen.
Was uns direkt auffiel: Das Wasser schien hier kälter zu sein als in Griechenland. Die Jahreszeit war ähnlich und Andalusien ist jetzt auch nicht unbedingt kühler oder nördlicher als unsere letzten Ziele in der Ägäis. Es muss daher wohl an der Nähe zur Straße von Gibraltar liegen, durch die Wasser aus dem (deutlich) kühleren Atlantik ins Alborán-Meer (westlichstes Teil des Mittelmeers) strömt. Nun, kühler heißt ja nicht kalt, also rein ins Wasser. Martin hatte wieder einen guten Riecher und hat schnell einen Kraken entdeckt.



Im Laufe des Tages klarte es auch zunehmend auf, der bedeckte Himmel vom Vormittag verzog sich. Danach entspannten wir etwas auf unseren großen Balkonen und später gab es ein gutes Abendbuffet im Hotelrestaurant.


14.10. (Montag)

An diesem Morgen war es zunächst wieder bedeckt, so gingen wir alle nach dem Frühstück noch ohne Badesachen erst einmal an den Hauptstrand hier im östlichen Teil des Ortes. Zwischen unserem und diesem Strand ist ein Felsabschnitt, auf dem sich der Torreón de Taramay befindet.
Ich hatte keine wirkliche Lust am Herumschlendern in der Sonne und wollte stattdessen etwas mit dem Mietwagen ins Hinterland fahren. Ich hatte schon länger mal eine Motorradtour am Ende des Winters in Südspanien im Hinterkopf, schließlich geht es direkt von der Küste aus ins Gebirge bis hinauf zu den hohen Gipfeln der Sierra Nevada. Die Berge hier reichen bis 3479m über dem Meer und damit ist die Sierra das höchste Gebirge der iberischen Halbinsel und übersteigt auch die Pyrenäen weiter im Norden. Entsprechend wurde es sehr schnell kurvig auf dem Weg ins Hinterland. In der Tat, hier wäre das Motorrad das bessere bzw. spaßigere Fortbewegungsmittel.


An einem kleinen Felsdurchbruch stoppte ich und schaute mir die Gegend auch noch aus der Luft an. Neben diversen Fotos kam dabei auch ein kleines Filmchen heraus.



Während ich unterwegs war, gingen die anderen dann doch noch ins Meer, es war etwas windig und so gab es durchaus auch ein paar Wellen, in denen die Kinder ihren Spaß hatten.
Später ließen wir den Tag wieder ruhig ausklingen und nach dem Abendessen gab es schließlich, schon bei Dunkelheit, ein Gewitter in den Bergen mit heftigem Regenschauer. Hier konnten wir gut sehen, dass die Straßen durch den Ort, die Richtung Berge gehen, auch als Wasserwege gedacht sind. Sowas wie kleine Sturzfluten strömten Richtung Strand. Zum Glück hatten wir ein Dach über unseren Balkonen, so konnten wir uns das Schauspiel gut ansehen.


15.10. (Dienstag)

Am Morgen war das Wetter wieder gut, wir gingen wie gehabt zunächst zum Frühstück. Wie an allen Tagen wurden wir im Hotel bestens versorgt. Danach ging es direkt einmal kurz zum Hausstrand, um uns die Auswirkungen des Starkregens am Abend anzusehen. Das ganze Wasser hatte so einiges an Mitbringseln zum Strand gebracht, neben diversem Müll auch eine große Matratze. Zudem hatte die kleine Flut ziemliche Furchen durch Bereiche des Strandes gezogen.


Da heute auch der Wind ziemlich verschwunden war, wollte ich mir die nähere Umgebung auch einmal aus der Luft ansehen.


So habe ich unsere Küstenlinie auch einmal etwas abgefilmt.



Und hier ist noch unser Hotel etwas genauer zu sehen.



Im Laufe des Tages gab es dann auch eine Rückmeldung in Sachen vermisster Koffer, der kurz darauf auch zum Hotel geliefert wurde. Danach ging es dann wieder mit Badeklamotten an den Strand und ab ins Meer. Den Rest des Tages verbrachten wir dann mit Kartenspiel und ein paar Bierchen vor und nach dem leckeren Abendessen.


16.10. (Mittwoch)

Wie üblich startete der Tag mit einem guten Frühstück im Hotel-Restaurant. An diesem Tag hatten wir einen Ausflug nach Nerja geplant. Dazu passte der bewölkte Himmel auch ganz gut. Levi hatte im Vorfeld der Reise eben dort die Cueva de Nerja entdeckt, die wir uns als erstes ansehen wollten. Dieses wirklich große Höhlensystem ist auch historisch recht bedeutend, dabei wurde es erst 1959 zufällig entdeckt.


Die Höhle ist wirklich sehr beeindruckend und ein Besuch lohnt sich definitiv!
Danach fuhren wir in die Stadt und schlenderten dort etwas in den Gassen. Markanter Punkt Richtung Küstenlinie ist der Balcón de Europa, ein schöner Aussichtpunkt an der Promenade rund 20m oberhalb des Meeres.


Das Städtchen ist ganz hübsch, entsprechend auch gut besucht. Nach der Rückkehr zum Hotel nutzten wir das nun wieder sonnige Wetter und gingen erneut zum Strand. Am Abend gab es einen schönen Vollmond zu bewundern.



17.10. (Donnerstag)

Heute war Strandtag! Daher habe ich auch nicht wirklich Fotos gemacht. Das kam erst am Abend.
Als wir zurück kamen, schauten wir uns von unserem Balkon etwas das Treiben auf der nahen BMX-Bahn an, die wir gut einsehen konnten.



Danach ließ ich die Drohne wieder fliegen, ich wollte noch etwas am Strand entlang filmen und auch unser Hotel noch einfangen.



Dann wurde etwas entspannt und später ging es zum Abendessen. Danach ging ich noch einmal raus Richtung unseres "Hausturms". Wieder schien der Mond hell, mit einigen kleinen Wölkchen für die Fotos. Zudem konnte ich nun auch endlich den Kometen Tsuchinshan-ATLAS sehen, der offiziell den Namen C/2023 A3 trägt.



18.10. (Freitag)

Nach dem üblichen Frühstück wollten wir uns zunächst noch einen anderen alten Turm ansehen, der etwas östlich vom Hotel steht, der Torre del Diablo. Neben der Aussicht von dort oben wollte ich auch noch die Drohne etwas fliegen lassen. Genia und Olga fuhren mit mir dorthin, die beiden wollten dann eine kleine Wanderung zurück zum Hotel machen.


Von der Umgebung des "Teufelsturm" habe ich auch noch ein kleines Filmchen gemacht.



Als alle wieder zurück am Hotel waren, packten wir unsere Sachen und fuhren zum Playa Marina Del Este, einem Strand etwas weiter westlich von unserem Ort.


Hier durfte auch die Drohne wieder in die Luft.




19.10. (Samstag)

Und schon war unser Abreisetag gekommen. Da unser Flug erst gegen 17:30 Uhr starten sollte, hatten wir vorher noch etwas Zeit, um einen Abstecher nach Málaga zu machen. Genia und ich waren hier ja schon im Februar 2017 zu einem Städtetrip, aber die anderen kannten die durchaus sehenswerte Stadt noch nicht. Wir schlenderten hauptsächlich im Bereich des Hafen etwas herum und dann ging es auch bald zurück zum Airport. Der Rest der Heimreise verlief ohne Probleme, nun kam auch jeder Koffer auf Anhieb in Dortmund an. Abschließend kam dann ein weiteres Fähnchen in die Reisekarte.
 

Hier noch eine Übersichtskarte der bereisten Orte:



Was bleibt?

An sich hat es uns in Andalusien und auch im Hotel sehr gut gefallen. Was wirklich nicht ganz so schön war, ist die im Vergleich zu Griechenland doch spürbar niedrigere Wassertemperatur. Das hatten wir so nicht auf dem Zettel. Gerade, wenn man gerne stundenlang mit Taucherbrille und Schnorchel auf dem Kopf im Wasser herum dümpelt, wird es einem doch bald etwas frisch.
Obwohl ich persönlich auch kein unbedingter Freund der doch oft recht großen Hotels in Spanien bin, konnten wir an unserer Unterkunft nichts aussetzen. Es war aber auch offensichtlich nicht wirklich voll, daher alles fein. Leider versäumten wir im Vorfeld, uns Karten für den Besuch der berühmten Alhambra in Granada zu sichern. Wir wollten uns einen Tag vor Ort aussuchen, das hätten wir aber rund 2 Wochen vorher tun sollen. Wirklich schade und natürlich etwas dumm unsererseits. Ein Blick vorher auf die Reservierungen hätte schnell gezeigt, wie schnell die Zeiten ausgebucht sind. Vielleicht führt es uns irgendwann wieder in den Süden Spaniens, dann aber wohl etwas weiter östlich.

Mittwoch, 10. Juni 2026

Rumänien-Tour - 09/2024

Im Frühherbst 2024 stand wieder eine Tour mit Testmaschinen an. Die Harley-Davidson Pan America Special stand oben auf der Liste und sollte im ausführlichen Praxistest antreten. Als "Gegner" gab es die schon öfters (auch von mir selber) auf Reisen bewährte Honda CRF 1100 Africa Twin in der Adventure Sports Version. Dazu habe ich nach der Tour einen ausführlichen Vergleichtest geschrieben, den es bei Motolifestyle.de zu lesen gibt.

Hier geht es jetzt aber weniger um die beiden Maschinen, sondern um die Reise selber.
Wie in den letzten Jahren schon öfters, fuhr ich diese Tour wieder mit meinem langjährigen Freund Jochen. Zunächst brauchten wir natürlich ein geeignetes Zielgebiet, die Entscheidung fiel recht schnell auf die Karpaten in Rumänien. In dem Gebiet war ich im Spätsommer 2016 schon einmal unterwegs (damals noch mit Abstechern in die Slowakei und Ukraine, was dieses Mal wegen des Krieges ausfallen sollte). Jochen war dort noch nicht unterwegs, daher wurde das auch mal Zeit.
Zunächst wollten wir die Tour noch mit einem kleinen Abstecher in die Republik Moldau (auch Moldawien genannt) machen, davon mussten wir allerdings leider wegen der Einreisebestimmungen für nicht eigene Kraftfahrzeuge Abstand nehmen (notariell beglaubigte Vollmacht des Eigentümers nötig). Somit blieb uns dieser Länderpunkt vorerst leider verwehrt.

Die Anreise hatten wir wie zuletzt öfters per Anhänger-Gespann geplant. Per "Huckepack" sollte es zunächst bis in den Osten Ungarns gehen um von dort auf zwei Rädern zu starten.
Wie üblich reiste ich am Vorabend zu Jochen nach Mönchengladbach an, machte dort am Abreisetag noch bis gegen Mittag etwas Home-Office, um dann gemeinsam zeitig starten zu können. 


27.09. (Freitag)

Am frühen Nachmittag machten wir uns auf den Weg, erster Stopp war im Westerwald nahe der Autobahn 3, um zunächst die Harley aufzuladen, dann ging es weiter nach Frankfurt, wo sich die Honda dazu gesellte. Alles wie immer schnell und professionell, kurze Einführung in die Maschinen, das Zubehör und der Hinweis, dass die Papiere unter der Sitzbank zu finden sind. Alles klar, kennen wir ja schon.


Es folgte eine lange Fahrt bis länger in die Nacht hinein, bis wir irgendwann eine Schlafpause von einigen Stunden machten.


28.09. (Samstag)


Nachdem wir wieder wach und einigermaßen munter waren, ging die Fahrt bis zum Zielort weiter, an dem wir dann kurz vor 10 Uhr ankamen. Wir hatten uns einen schönen Parkplatz gesucht, alles abgeladen und aufgesattelt sowie das Gespann verschlossen. Es konnte also los gehen! 


Wir wollten noch ein schönes Startbild machen, also fuhren wir kurz noch ins Stadtzentrum und posierten vor einem dieser inzwischen recht oft anzutreffenden Stadtnamensaufsteller. Soweit also alles prima, das war der "offizielle" Startschuss der Tour.
Von hier waren wir in wenigen Minuten an der Grenze und nach kurzer Wartezeit kamen wir dem Grenzhäuschen bis auf ein Fahrzeug näher. Nun schnell die Papiere bereit legen. Wir stiegen also ab und nahmen die Sitzbänke runter. Ich fand bei der Harley den Fahrzeugschein, allerdings nur als Fotokopie. Jochen fand unter seiner Bank - gar nichts. Während wir uns noch dumm anschauten, waren wir an der Reihe. Ich gab schon einmal meinen Ausweis und den Zettel ab, um dann noch einmal mit Jochen nach den Papieren zu schauen.
Der Grenzer winkte direkt ab, mit einer Fotokopie könne er nichts anfangen, er braucht den originalen Fahrzeugschein. Damit konnte ich nicht dienen und bei Jochen war trotz genauerer Suche nach wie vor nichts zu finden. 
Nun standen wir beide ganz schön doof da. Während wir erst einmal zu Seite geleitet wurden, überlegten wir, was nun zu tun sei. So würden wir jedenfalls nicht nach Rumänien kommen. In meinem Kopf ratterte es, wir gaben natürlich als Erstes die Info an die Redaktion weiter. Aber klar war auch, eine schnelle Lösung wird es hier kaum geben, wo können wir also stattdessen hin? 


Mir kreisten die Gedanken im Kopf, direkt hatte ich eine grobe Karte des Schengen-Raums vor meinem geistigen Auge. Wir brauchten ein Ziel, wo wir ohne Grenzkontrollen hinkommen konnten. Länder samt Regionen flackerten durch mein Hirn. Moppeds wieder verladen und dann auf direkten Wege zurück bis Osterreich, dort dann in der Steiermark und Kärnten fahren und dazu ein Abstecher nach Slowenien, sowas in der Art. Spontane, neue Pläne mischten sich mit Ärger darüber, beim Abholen nicht direkt die Sachen kontrolliert zu haben.
Während wir etwas abseits standen und der Kopf noch rauchte, kam ein Gespann an den Schlagbaum gefahren, was unserem sehr ähnlich sah: Ein Zugfahrzeug und zwei Motorräder auf dem Anhänger. Ohne die beiden Maschinen weiter zu beachten fuhr der Trailer nach kaum einer Minute weiter. Moment mal...
Also ging ich direkt zu einem Grenzer, der bei uns in der Nähe stand und fragte ihn nach der Sachlage. Ergebnis: Motorräder auf eigenen Räder - Papiere zeigen. Motorräder auf dem Anhänger - interessiert sie nicht. Also fragte ich noch einmal ganz konkret, der Typ hatte unser Problem vorher auch mitbekommen. Die Erkenntnis: Mit Maschinen auf dem Anhänger werden wir einreisen können. Aber mit dem Hinweis, in Rumänien zu fahren wäre trotzdem keine gute Idee, weil wir bei einer möglichen Kontrolle eigentlich originale Papiere brauchen würden. Da ich aber schon öfters Testmaschinen hatte, bei denen nur Kopien dabei waren, war uns das jetzt erst einmal egal. Falls es später dann doch zu einer Kontrolle kommen sollte, wollten wir uns dann darum kümmern. 
Also aufsatteln, die paar Minuten zurück zum Abstellplatz, die Maschinen schnell wieder auf den Anhänger gestellt und in Motorradklamotten zurück zur Grenze. Es lief wie vorher angesprochen, der Grenzer im Häuschen tat so, als hätte er uns noch nie gesehen und winkte uns durch. Keine 5min nach der (erneuten) Ankunft waren wir in Rumänien!
Nun brauchten wir allerdings einen neuen Abstellplatz. So fuhrern wir direkt einmal von der Hauptstraße ab ins erste Dorf (Vărșand), welches nur aus einer Straße bestand. In einem Vorgarten arbeitete ein Mann, den sprach Jochen einfach mal an, ob er eine Idee hätte, wo wir unser Gespann abstellen könnten.
Er verstand etwas Englisch und meinte direkt, das ginge auf dem Hof seiner Schwiegermutter! Ein kurzes Telefonat und wir fuhren zusammen mit ihm an das Dorfende, wo man schon auf uns wartete.
Nach einer kurzen Begrüßung luden wir ab und machten die Maschinen fertig. Jochen parkte den Trailer im Hof ein, dann wurde das Tor verschlossen und wir hatten einen perfekten Parkplatz. Es wurden noch kurz Telefonnummern ausgetauscht und das Datum, wann wir zurück sein wollten und dann ging es doch tatsächlich los mit unserer Rumänien-Tour! 
An diesem Tag fuhren wir dann noch gute 230km bis wir uns in Câmpeni ein Quartier suchten. Wir landeten im Panna Gusto, einem Restaurant mit angeschlossenem Gästehaus. Das hatte auch direkt den Vorteil, dass wir uns keine Lokalität für das Abendessen mehr suchen mussten. Somit endete dieser erste Tag, der so "spannend" definitiv nicht geplant war.

Die Strecke des heutigen Tages:
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29.09. (Sonntag)

Schon am Abend vorher war uns klar, dass der heutige Tag nicht so weit oben auf der Spaßskala stehen wird. Es war ergiebiger Dauerregen angekündigt und so kam es auch, daher gibt es von diesem Tag auch nur wenige Fotos. Im Laufe des Tages suchten wir uns dann in Beclean ein Quartier. Kleine Stadt, aber mit Supermarkt und Restaurant, das sollte reichen. 


Vor Ort angekommen war die Unterkunft "Pension Ozana" nur nicht dort, wo sie laut Booking-Unterlagen sein sollte. Wir fuhren bei Mistwetter einige Male hin und her, ohne Erfolg. Dann suchten wir bei Maps nach dem Quartier und fanden es etwas außerhalb bei einer Tankstelle. Der richtige Name lautete nämlich Cazare Ozana Figa. Ansonsten gibt es in der Nähe noch das Hotel Ozana, etwas verwirrend das alles. Wie auch immer, auch dort war ein Restaurant in der Nähe und bei der Tankstelle bekamen wir ein paar Bierchen.
Zudem gab es im Laufe des Tages auch Infos wegen der Papiere. Bei Harley wäre es einfach üblich, nur Kopien des Fahrzeugscheins mitzugeben (wie ich es erwartet hatte), Honda entschuldigte sich vielfach, ein Mitarbeiter hatte nach der letzten Verleihe vergessen, die Papiere wieder an seinen Platz zu legen. Zumindest bekamen wir auch eine Kopie des Scheins per E-Mail zugeschickt. So hatten wir immerhin irgend etwas zum Vorzeigen, falls es nötig sein sollte. 

Die an diesem Tag gefahrene Route:
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30.09. (Montag)

Der Tag startete feucht, aber immerhin regnete es erst einmal nicht. So gingen wir frühstücken, auch das wurde in der Nähe angeboten. Irgendwie war der Bereich hier eine Art "Autohof", in verschiedenen Gebäuden unterteilt. Es gab alles, was man so auf der Durchreise benötigt.
Wir packten zusammen und machten uns dann wieder auf den Weg. Nun ging es für uns endlich richtig in den Karpatenbogen. Mit der steigenden Höhe wurde es aber recht schnell kalt, zudem gab es unterwegs auch noch Schneeregen. Wirklich schön war der Start somit heute ebenfalls nicht. Im Verlauf des Tages wurde es aber besser. 


Landschaftlich gab es zumindest feine Kost, es ging ein gutes Stück durch den Nationalpark Rodna-Gebirge. Am östlichen Ende machten wir eine Pause an einem großen Blockhaus, wo wir uns auch etwas aufwärmen und stärken konnten. Später folgten wir noch dem Flusslauf der Bistrița (deutsch: Bistritz) durch dichte Wälder.


Unser Tagesziel war die Pensiunea Orizont in der kleinen Ortschaft Farcașa. Wieder hatten wir (bei dem Wetter praktischerweise) Unterkunft und Restaurant unter einem Dach.

Die am heutigen Tage gefahrene Strecke:
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01.10. (Dienstag)

Endlich war es trocken. Wir packten zusammen und machten uns nach einem sehr guten Frühstück auf den Weg. Schon bald kamen wir an den Bicaz-See, den wir auf neuen und wunderbaren Straßen umrundeten. Landschaftlich eine tolle Gegend und auch fahrerisch hat die Ecke hier einiges zu bieten. 


Auf der westlichen Seite des Sees liegt dann der Nationalpark Ceahlău, den wir einmal durchfuhren. Tolle Strecken, quasi null Verkehr, wirklich etwas zum Genießen.


An der Straße 155F sahen wir dann an einer Kurve ein tolles Aussichtsplateau auf einer weiten Wiese. Ein kleiner Feldweg führte den sanften Hügel hinunter, genau das Richtige für einen kleinen Ausflug abseits des Asphalts.


Nach der kleinen Pause mit Aussicht ging es weiter, wir fuhren in einem weiten Bogen westwärts, um dann ein gutes Stück südlicher wieder ostwärts zu kommen. Hier folgte dann eins der landschaftlichen Highlights der östlichen Karpaten, die Bicaz-Schlucht


Hier ließ ich dann auch die Drohne zum ersten Mal in die Luft. Wirklich ein ziemlich schönes Fleckchen Erde.



Ein Video machte ich dabei auch, das ist allerdings etwas wirr geflogen, da ich immer Sorge hatte, zu nah an die Felswände zu kommen.


Da wir nicht zurück zum Bicaz-See wollten, bogen wir bald nach der Schlucht Richtung Süden von der Hauptstraße ab. Hier verwandelte sich die Straße nach kurzer Zeit in eine Piste und schon waren wir (das erste Mal auf dieser Reise) froh, wieder mit Reise-Enduros unterwegs zu sein. 


Nach einigen Kilometern kamen wir dann auf die (wieder gut ausgebaute) Straße A12, von hier war es nicht mehr weit zu unserem Zielort Miercurea Ciuc (Szeklerburg), unser Quartier hatten wir im 7 Levél Panzió mitten in der Stadt. Zur Abwechslung nun eine etwas größere Stadt, hier hatten wir entsprechend keine Probleme, ein geeignetes Restaurant zu finden.

Die Route an diesem Tag:
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02.10. (Mittwoch)

Nachdem wir zusammen gepackt haben, ging es weiter. Wir folgten dem Karpatenbogen Richtung Süden, was hier in den eher einsamen Gebieten gar nicht so leicht ist: Straßen quer durch das Gebirge gibt es hier oft gar nicht, so dass man sich an den "Seiten" entlang pierscht, bis man wieder zu einer weiteren Querung kommt. Unseren ersten Stopp machten wir dann (baustellenbedingt) an einer Ampel am Lacul Siriu (auch Buzău-Stausee genannt).  


Die Zwangspause nutzte ich dann direkt für einen kleinen Rundflug mit der DJI, neben Fotos kam dabei auch noch dieses kleine Video heraus.



Auch auf diesem Weg mussten wir quasi auf der anderen Seite komplett raus aus den Bergen, bevor es parallel wieder zurück Richtung Nordwesten ging.


In einem weiten Bogen fuhren wir über Umgehungsstraßen durch bzw. um wenig reizvolle Vororte der Großstadt Brașov herum, bis es weiter Richtung Nationalpark Piatra Craiului und Tagesziel Bran ging. Unser Quartier hatten wir in der Pensiunea Andrei, etwas südlich der Stadt. Bekannt ist Bran vor allem wegen des als Dracula-Schloss vermarkteten Schloss Bran. Mitten im Zentrum (und in Schlossnähe) gab es eine große Baustelle mit Ampelregelung und enstprechenden Rückstau in beide Richtungen. So machten wir hier an einem kleinen Parkplatz schon den kurzen Sightseeing-Stopp. Das Schloss liegt auf einem Berg, umringt von großen Bäumen, so dass es von unten nur teilwesie zu sehen ist. Dank Drohne konnten wir uns aber einen guten Überblick und schöne Fotos verschaffen. 


Dann ging es weiter zur Unterkunft, die sich teilweise als Baustelle entpuppte, wir schienen zudem auch die einzigen Gäste zu sein. Die Baumaßen störten aber nicht und wir wurden freundlich empfangen. Auch Abendessen und Frühstück sollten wir hier bekommen,

Die heute gefahrenen Wege:
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03.10. (Donnerstag)

Für die kommenden beiden Tage sollte es durch die südlichen Karpaten gehen und somit auch über die bekanntesten und höchsten Pässe dieses Gebirges. Nach dem Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg. Wir hatten gerade die ersten sehr kurvigen Abschnitte hinter uns, waren knapp 40km gefahren, da rutschte Jochen auf einer Mischung aus Sand und feinem Kies in einer eher unspektakulären Linkskurve weg.


Zum Glück ist nicht viel passiert, vor allem Jochen und auch die Honda waren prinzipiell OK. Nach dem kleinen Schrecken konnten wir weiter fahren. Die Berge wurden zunehmen höher, die Straßen kurviger und dann tauche mal wieder eins dieser Monumente auf, an denen man nicht einfach so vorbei fährt.


Schließlich bogen wir nordwärts auf die Straße 7A ab, nun ging es auf die berühmte Transfăgărășan. Wir schraubten uns in die Höhe, natürlich durfte auch ein weiterer Fotostopp nicht fehlen. An dieser (und auch anderen Straßen) gibt es immer wieder Warnhinweise vor den hier recht häufig vorkommenden Braunbären. Wie immer (!) habe ich (leider) keinen gesehen. 


Die Passhöhe selber befindet sich im Bâlea-Tunnel auf 2042m Höhe, kurz vorher erreicht man ein Plateau, auf dem richtig was los ist. Unzählige Verkaufsbuden im Stile von Weihnachtsmarkthütten reihen sich hier wie auf einem Rummel hintereinander. Wer den Trubel auf so manchen Alpenpässen für krass hält, war definitiv noch nicht hier oben! 
Direkt hinter dem Tunnel beginnt die Abfahrt zur Nordseite mit dem bekannten, spektakulären Ausblick. Zahlreiche Kurven winden sich bergab und in weiter Ferne kann man die tief unten liegende Ebene von Transsilvanien (deutsch: Siebenbürgen) sehen. 


Hier ist ein Stopp absolutes Muss, die Drohne schickte ich hier auch noch einmal in die Luft und machte einen kleinen Rundflug.



Nun ging es also den ganzen Weg den Berg hinunter, dann etwas in der Ebene westwärts um dann gen Süden zurück in die Berge zu fahren. Unterwegs buchten wir unser Quartier in der Pensiunea Edelweiss im kleinen Ort Voineasa. Bei meiner ersten Tour 2016 hatten wir unser Quartier übrigens nur rund 15km vorher im Tal im Ort Malaia, wo wir einen denkwürdigen Abend auf dem dortigen Dorffest erlebten.
Heute war im Zielort im Gegensatz zu damals recht wenig los, viele Gäste gab es nicht, aber wieder hatten wir das Restaurant im Haus und es gab ein leckeres Abendessen und genug Bier. Wir waren also zufrieden.
 
Die Strecke des Tages heute:
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04.10. (Freitag)

Dieser Tag begann schon früh morgens deutlich trüber, es hatte sich über Nacht ziemlich zugezogen und dicke Wolken hingen zwischen den Bergen. Wir genossen nach dem Aufstehen zunächst das sehr gute Frühstück und machten uns dann auf den Weg. Wir folgten der Straße 7A weiter nach Westen und kamen bald am Stausee Vidraru vorbei, dann kreuzten wir einmal die Straße 6C, die wir später noch fahren sollten.


Kurz bevor wir gen Süden abbiegen wollten, kamen wir an einem alten Bergwerg vorbei, welches offensichtlich schon etwas verfallen von der Straße zu sehen war. Da wollten wir doch einmal vorbei schauen, so einen Lost Place lassen wir uns natürlich nicht entgehen.


Dann folgten wir der E79 gen Süden, bogen auf der "Rückseite" der Berge Richtung Osten ab, um dann auf die Straße 67C wieder nordwärts ins Gebirge zu fahren. Hier beginnt dann langsam aber stetig die Auffahrt zum höchsten Pass der Karpaten, dem Transalpina.
Kaum ging es in die Höhe, wurden die Wolken immer dichter, Nieselregen setzte ein und irgendwann fuhren wir in immer dichter werdenen Nebel.
So konnten wir den fahrerischen Reiz der Strecke kaum genießen, weil als reine Fahrstrecke macht dieser Pass sogar mehr Spaß als die deutlich bekanntere Transfăgărășan-Straße.
Schon weit unter der Passhöhe (eigentlich gibt es sogar zwei davon) betrug die Sicht fast durchgängig unter 50m, wir tasteten uns mehr die (sehr gute) Straße entlang, dazu fiel weiter der feine Regen. Dieser wird bei dem niedrigen Tempo auch nicht vom Fahrtwind vom Visier gepustet, Fahrspaß ist wirklich etwas anderes. 


Kaum hatten wir die (nördliche) Passhöhe überfahren, wurde es schnell deutlich besser. Wenige Kilometer später kam uns ein Motorrad entgegen, der Fahrer winkte uns freudig zu. Der arme Kerl hatte ja noch keine Ahnung, in was für ein Wetter er da gleich rein fahren sollte. Das war übrigens seit längerer Zeit das einzige Fahrzeug, welches uns begegnet ist, was schon Bände spricht.
Nach dem Pass ging es in dichten Wäldern weiter, es war immer noch nass bis feucht, aber die Sicht war zumindest gut, also soweit alles OK. Wir kamen an einem weiteren Stausee (dem Lacul Oașa) vorbei und fuhren mit nur einer weiteren kurzen Pause (wegen Quartierbuchung) Richtung unseres Zielortes, das sollte heute die Stadt Alba Iulia (in deutsch zunächst Weißenburg und ab 1711 Karlsburg). Zur Übernachtung buchten wir uns im Hotel Vila Preciosa ein.


Die Stadt erwies sich als sehr gute Wahl, ziemlich schön hier und es gab zudem auch viel zu sehen. Ein gutes Restaurant fanden wir dann auch noch in den (großen) Kellergewölben unterhalb der Festungsanlage.

Die an diesem Tag zurückgelegte Route:
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05.10. (Samstag)

Schon stand unser letzter ganzer Fahrtag an. Es sollte ab nun immer Richtung Westen gehen. Bald wurden die Berge zunehmend flacher, bis wir die Karpaten schließlich ganz verließen.


Als Zielort suchten wir uns Arad aus, eine Großstadt rund 40km nördlich von Timișoara, schon recht nahe an unserem Parkplatz in der Ortschaft Vărșand und somit der Grenze zu Ungarn. Hier quartierten wir uns im Hotel Maxim ein. Das lag einigermaßen zentral, der direkte Weg in die City führte aber an einer vielbefahrenen vierspurigen Einfallstraße inkl. einer Brücke entlang. Da nahmen wir lieber einen kleinen Umweg durch den schönen Grünstreifen an einem Flussbogen der Mureș entlang. 


Auch wenn wir nicht zur Festung auf der anderen Flussseite kamen, fanden wir zunächst einen schönen Biergarten im Grünen und später auch noch ein passendes Restaurant zum Abendessen. Das Stadtbild selber ist eine Mischung aus schönen, alten Gebäuden und immer wieder auch fürchterlichen sozialistischen Plattenbauten im oft jämmerlichen Zustand. Aber wir hatten einen netten letzten Abend hier.

Die Route des Tages auf dem Motorrad:
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06.10. (Sonntag)

Morgens packten wir zusammen, frühstückten und checkten aus. Es folgten die letzten, öden 60km Fahrstrecke zurück zu unserem Abstellplatz, dazu gab es auch wieder nasses Kackwetter. Telefonisch kündigte Jochen uns an, vor Ort mussten wir noch ein paar Minuten warten, weil der Schlüsselträger erst noch aus der Kirche kommen musste. Das Gespann stand noch so da, wie es geparkt wurde, wirklich Sorge hatten wir da eigentlich auch nicht. Wir verluden die Motorräder und unseren Kram im leichten Regen, gegen 10:30 Uhr war alles fertig. Dann verabschiedeten und bedankten wir uns für die Parkmöglichkeit mit etwas "Trinkgeld" und machten uns auf den langen Weg zurück. Der erste länger als geplante Stopp kam dann wieder an der Grenze. Bei der Einreise nach Ungarn wollten die dortigen Grenzer nämlich auch Papiere von den Motorrädern und Anhänger sehen, nicht nur vom Zugfahrzeug. Die vorgezeigten Kopien (in Papierform und digital) trafen zwar nicht auf Begeisterung, sollten im Endeffekt aber reichen. Die Erklärung mit Testmaschinen vom Hersteller wurde akzeptiert. Was aber jetzt noch fehlte, war der Fahrzeugschein des Anhängers, den hatte Jochen nämlich nicht dabei. Er wusste aber, wo dieser lag und seine Mitbewohnerin war auch zuhause, um ihm davon ein Foto zu schicken. So stand der Weiterfahrt nur noch eine Strafe (wegen fehlender Originalpapiere) von umgerechnet gut 16€ (!) im Wege. Das sahen wir als Angebotspreis und zahlten gerne.


Die letzte Etappe:
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Wieder fuhren wir bis in die Nacht, so dass wir morgens sehr zeitig bei Honda in Frankfurt waren. Auf den Hinweis der Sturzschäden kam von dem Mitarbeiter nur: "Das verleiht der Maschine nur mehr Charakter.", also alles kein Problem. Danach ging es weiter zur Abladung der Harley im Westerwald und schließlich wurde ich von Jochen am Flughafen Kön/Bonn abgeliefert, wo wir uns voneinader verabschiedeten. Von dort fährt der RE6 direkt bis Bielefeld durch und Jochen muss nicht mit dem Gespann in irgendeine Innenstadt zum Bahnhof fahren. Am frühen Nachmittag kam ich dann daheim an.

Hier noch die Karte der gesamten Tour:



Was bleibt?

Abgesehen von dem teilweise etwas unschönem Wetter war das eine (weitere) wunderbare Tour. Die Karpaten sind ein wirklich tolles Motorradziel. Schöne Strecken, meistens wenig Verkehr in Verbindung mit im Vergleich zu Mitteleuropa noch recht günstigen Preisen bei Verpflegung und Unterkunft. Seit meinem letzten Besuch dort 2016 hat sich in Sachen Infrastruktur auch wirklich viel getan! Seinerzeit war ein irgendwie etwas geländegängigeres Fahrzeug sicher dringend anzuraten, zu oft waren die Straßen (besonders im Norden) noch schlimme Pisten. Das hat sich deutlich geändert, die meisten Straßen sind inzwischen in wirlich gutem Zustand, kleine Ausnahmen davon gibt es aber auch heute noch. Das sind allerdings eher kleine Nebenstraßen und den Fall hatten wir auf dieser Tour nur ein einziges Mal. Somit kann man sich heute auch durchaus mit einem Supersportler in das Gebiet wagen. Oder anders ausgedrückt: Es gibt eigentlich keinen Grund, nicht in die rumänischen Karpaten zu fahren!